Felix Banaszak und Ulle Schauws zu Gast bei hej impact

Am 3. Februar 2026 durften wir den Bundesvorsitzenden Felix Banaszak und MdB Ulle Schauws von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei hej impact begrüßen.

Im Zentrum unseres Austauschs stand eine Frage, die viel zu selten konsequent gestellt wird: Wie gelingt transformativer Wandel so, dass er nicht abstrakt bleibt, sondern individuell und strukturell verankert wird. So, dass Väter nicht mehr als Sonderfall gelten, sondern selbstverständlich sichtbar sind, mitgedacht und mitgenommen werden. In Unternehmen genauso wie in der Familienbildung und in politischen Strategien.

Felix Banaszak hat diesen Punkt sehr klar aufgenommen und aus wirtschaftspolitischer Perspektive weitergedacht. Wie wird Vereinbarkeit Teil einer ernst gemeinten Fachkräftestrategie? Wie gestalten wir den Kulturwandel in Unternehmen und Gesellschaft? Und wie erreichen wir Väter nicht nur rhetorisch, sondern real? Deutlich wurde dabei, dass er sich intensiv mit Vätern als Zielgruppe gesellschaftlicher Transformation beschäftigt und erkennt, dass es unsere Angebote braucht, damit dieser Wandel wirksam und nachhaltig wird.

Ulle Schauws brachte die familien- und gleichstellungspolitische Perspektive ein. Es ging um die Rolle von Vätern im Präventionsgesetz, um die Bedeutung kommunaler Infrastruktur und um die Frage, warum Gleichstellung ohne die systematische Einbindung von Vätern strukturell an Wirkung verliert.

Wir haben auch unser integriertes Wirkmodell vorgestellt: Mit unseren Beratungsangeboten begleiten wir Unternehmen in der Organisationsentwicklung rund um Vereinbarkeit. Mit unseren Präventionsangeboten schaffen wir digitale Prävention für Väter mit Kassenanbindung nach §20 SGB V. Und mit dem Verein bauen wir regionale Infrastruktur auf, die Väter, Familienbildung und Unternehmen vernetzt. Vom Einzelangebot zum Systemeffekt. Nicht als Vision, sondern als umsetzbare Praxis.

Für uns markiert dieses Gespräch den Start einer politischen Initiative. Wir zeigen damit klar, dass Vaterwelten der relevante Akteur ist, wenn es darum geht, Väterarbeit regional zu vernetzen, strukturell zu verankern und dauerhaft zu verstärken. Wir wirken gesellschaftlich und unternehmerisch. Mit der GmbH als Anbieter für Organisations- und Unternehmensberatung und mit dem Vaterwelten e.V. als Träger regionaler Väterarbeit.

Wir stehen ganz am Anfang. Und gleichzeitig mitten im Gestalten. Es tat gut, in diesem Gespräch die Hand im Rücken zu spüren und Teil dieses Wandels zu sein. Nicht von der Tribüne, sondern als Gestaltende auf dem Platz.

Care-Infrastruktur ist Wirtschaftspolitik. Wer Fachkräfte sichern will, muss Vereinbarkeit strukturell denken. Wer Gleichstellung ernst nimmt, muss Väter einbeziehen.